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vollwertig vegan & zuckerfrei: Interview mit Seline von healthy-habit.de

 

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Heute habe ich einen ganz besonderen Beitrag für Dich! Und zwar hat mich die Idee nicht losgelassen, Persönlichkeiten vorzustellen, die sich vollwertig vegan und „zuckerfrei ernähren.

Ich möchte Interviews auf meinem Blog veröffentlichen, von Menschen, die diesen Weg gegangen sind. Und zeigen: Ja es geht! Und ja, es ist richtig lecker! Klar, es ist eine Umstellung, aber kein Verzicht! Lasse Dich inspirieren!

Also in Zukunft darfst Du Dich über noch mehr inspirierende Persönlichkeiten freuen, die liebend gerne ihre Erfahrungen, Tipps und Tricks mit Dir und mir teilen!

Als alles erstes möchte ich Dir gerne die liebe Seline vorstellen. Sie ist Ernährungsberaterin und ihre Leidenschaft ist anderen Menschen zu helfen, ein gesundes und erfülltes Leben zu haben. Das klingt schon mal sehr interessant! Nicht war?

 

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Du darfst Dich auf ein tolles Interview mit Tipps einer Expertin freuen und ganz zum Schluss gibt es ein Lieblingsrezept oben drauf!

Liebe Seline, ich freue mich sehr mit dir ein Interview führen zu dürfen.

Erzähl uns doch mal kurz: Wer bist du? Was machst Du? Und wie ernährst du dich?

Hallo! Ich bin Seline und bin vegane Ernährungsberaterin. Ich ernähre mich vegan, vollwertig und ohne Haushaltzucker. Außerdem backe und koche ich ohne Weizen, größtenteils glutenfrei und ich kaufe keine Fertigprodukte. Kurz gesagt – ich versuche mich so gesund wie möglich zu ernähren 😉

Hast du dich schon immer so ernährt? Wenn nicht, wie lange ernährst du dich auf diese Art und Weise?

Vor 4 Jahren habe ich langsam angefangen meine Ernährung Schritt für Schritt umzustellen. Vorher war ich bereits Vegetarier und auch schon etwas an einem gesunden Lebensstil interessiert.

Wenn ich zehn Menschen frage, was für sie eine gesunde Lebensweise bedeutet, bekomme ich mit Sicherheit 10 unterschiedliche Meinungen. Was bedeutet eine vegane und gesunde Lebensweise/Ernährung für dich?

Frische Zutaten, Freude am Kochen, kreativ in der Küche sein. Mit unverarbeiteten, bunten Lebensmitteln, Gewürzen. Und das ist nur der Teil des Essens. Gesunde Lebensweise als Ganzes, da gehört natürlich für mich noch so viel mehr dazu. Sport, frische Luft, Sonne, jede Menge Wasser trinken, nur um ein paar Dinge zu nennen. Für mich ist auch Fasten bzw. Detoxen sehr wichtig geworden. Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit dem Thema auseinandergesetzt und konnte selber erfahren, was es für einen Unterschied machen kann. Jetzt begleite ich inzwischen Kunden bei ihrem Detox.

Was war der Grund für die Umstellung?

Vor vier Jahren hatte ich eine Nebenhöhlenentzündung, die nicht mehr weg ging und zu einer chronischer Nebenhöhlenentzündung wurde. Nach mehreren Versuchen mit Antibiotika, Kortison etc. war leider das Wissen der Ärzte größtenteils ausgeschöpft.  Deswegen machte ich mich selber auf die Suche nach alternativen Heilmethoden. Dabei stieß ich immer wieder nicht nur auf konkrete Vorschläge, sondern vor allem darauf, was ein gesunder Lebensstil als Ganzes für Heilungskräfte auslösen kann.

Hast du einen gesundheitlichen Unterschied gemerkt?

Die Heilung, die ich für meine Nebenhöhlenentzündung wollte, ist leider nicht so schnell eingetreten. Das war dann noch ein langer Weg und ist leider immer noch nicht bei 100%. Aber mein Gesamtzustand – Energie, Lebensgefühl etc. hat sich stark verändert. Ich habe so viel mehr Energie, fühle mich fit und gesund. Bekomme kaum noch Erkältungen und wenn dann sehr abgeschwächte. Das würde ich nicht mehr ändern wollen!

Was ist dir bei deiner Ernährung am wichtigsten?

Immer zu versuchen die beste Entscheidung zu treffen. Mit den Ressourcen, die ich habe. Wo ich bin, wie viel Zeit ich habe, wie viel Geld etc. Und dabei die richtige Balance zu finden. Mich nicht so unter Druck zu setzen, sodass der Stress mich wieder krank macht, weil ich nur noch „perfekt“ essen will. Aber gleichzeitig meine gesunde Ernährung als Priorität zu haben.

Welche Zuckeralternativen verwendest du am liebsten und warum?

Ahornsirup – schmeckt einfach so gut auf Pancakes und Waffeln. Und Kokosblütenzucker – hauptächlich zum Backen.

Besonders im stressigen Alltag können Heißhungerattacken es einem schwer machen. Wie gehst du mit Heißhungerattacken um? Was hilft dir? Hast du da ein Tipp?

Ich esse schon sehr lange keine Zwischenmahlzeiten mehr, um meinem Körper zwischen den Mahlzeiten genug Ruhe zu geben. Ich esse morgens ein richtig ausgiebiges, großes Frühstück, das mich mit allen nötigen Nährstoffen versorgt und nach dem ich 5 Stunden nichts mehr zu essen brauche. Auch ein richtig ordentliches Mittagessen steht immer auf dem Plan. Und dann brauche ich am Abend entweder nichts mehr oder nur noch eine Kleinigkeit.

Wichtig finde ich es, voraus zu planen. Ich weiß immer schon einen Tag vorher, was es am nächsten Tag zum Essen gibt, sodass nicht die Frage aufkommt: Was ess ich jetzt bloß zu Mittag? Denn wenn man hungrig ist, trifft man schneller schlechte Entscheidungen.

Außerdem versuche ich genügend Protein in meine Ernährung zu integrieren. Zum Frühstück in Form von Nüssen und frisch geschroteten Samen wie Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Chia-Samen und Hanfsamen. Und zu Mittag gibt es immer eine Portion Hülsenfrüchte, wie zum Beispiel Linsen, Kidneybohnen oder Kichererbsen zu Salat, Gemüse und Kartoffeln/Reis/Nudeln dazu. Denn Protein lässt unseren Insulinspiegel nur langsam ansteigen und dadurch auch langsamer wieder fallen. Das hilft dabei, lange einen stabilen Blutzuckerspiegel zu haben und somit nicht so schnell hungrig zu werden.

Gibt es jemanden, der dich auf deinem Weg inspiriert oder für dich im Bezug auf die Ernährung oder die gesunde Lebensweise eine Art Vorbild ist?

Am meisten inspiriert hat mich Barbara O’Neill (YouTube), eine Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin aus Australien. Sie ist ein Grund dafür, warum ich mich entschieden habe noch ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin zu absolvieren. Auch hatte ich die Gelegenheit bereits zwei Mal an ihrem Health Retreat (Misty Mountain Health Retreat) in Australien für mehrere Wochen mitzuarbeiten und von ihr zu lernen. Dort konnte ich auch das erste Mal Menschen bei einem Saftfasten und Detox begleiten.

Was ratest du Leuten, wenn sie ihre Ernährung auf vollwertig, gesund, zuckerarm bzw. zuckerfrei und vegan umstellen wollen?

Einen Schritt nach dem anderen zu machen. Denn die „Hauruck“- Methode kann funktionieren, aber man macht es sich dadurch wesentlich schwieriger. Denn wenn man von heute auf morgen sämtliche Essgewohnheiten ändern möchte, dann kann man schnell frustriert sein. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir halten es vielleicht für eine paar Tage durch, aber die dafür nötige Anstrengung und Willenskraft ist oft zu groß. Wir scheitern und geben auf. Erfolgreicher ist meist eine langsame Umstellung. Denn Gewohnheiten brauchen etwa einen Monat, bis sie wirklich in Fleisch und Blut übergegangen sind. Konkret bedeutet das: Man sucht sich erst einmal eine Sache aus, die man ändern möchte und implementiert sie konsequent mindestens 3-4 Wochen. Ist die Sache zu einer Gewohnheit geworden, fällt sie uns nicht mehr schwer. Dann können wir unsere Energie für die nächste Gewohnheit verwenden, die wir ändern wollen.

Wie ernährt sich deine Familie bzw. Freundeskreis?

Mein Mann hat gemeinsam mit mir die Umstellung durchgemacht und ist jetzt auch vegan. Meine Familie sind zum Teil Vegetarier und zum Teil interessiert und bedacht auf ihre Gesundheit.

Gab es besonders am Anfang deiner Ernährungsumstellung viele Diskussionen und Unverständnis? 

Eigentlich kaum. Mein Mann meinte nur: „Solange es schmeckt, kannst du kochen was du willst“. Und nachdem ihm alles geschmeckt hat und er sich seitdem viel besser und energiegeladener fühlt, möchte er inzwischen gar nichts mehr anderes.

Der Rest meiner Familie war zwar skeptisch, hat sich aber in meine Entscheidung nicht eingemischt. Ich habe mich auch zurückgehalten und nicht „belehrt“. Die Fragen kamen dann irgendwann von selber, sodass ich mein Wissen auch ohne es aufzudrängen weitergeben konnte.

Supplementierst du? Wenn ja, was?

Regelmäßig nur B12. Das habe ich auch vor kurzem testen lassen und meine Werte waren gut.

Was ist aktuell dein absolutes Lieblingsgericht? Würdest du das Rezept mit uns teilen?

Das ist eine sehr schwere Entscheidung. Es gibt so viele Gerichte, ohne die ich nicht mehr leben möchte!

Aber ich entscheide mich jetzt mal für mein Cashew Sour Cream. Es ist wahrscheinlich das Rezept, welches mir das Leben als Veganer so richtig zur Freude hat werden lassen.

Ich verwende es inzwischen fast bei jeder Mahlzeit.

 

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Das brauchst du:

  • 200g Cashewkerne (naturbelassen)
  • 200ml Mandelmilch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1/8 TL Zwiebelgewürz
  • 1/2 TL Himalayasalz
  • 1/8 TL Cayennepfeffer

So geht’s:

Koblauchzehe schälen, alle Zutaten in einen Mixer geben und bei höchster Geschwindigkeitsstufe eine Minute mixen lassen, bis die Masse richtig schön cremig geworden ist. Bei Bedarf zwischendrin den Mixer ausschalten und die Cashew Sour Cream von den Seiten herunterstreichen. So lange, bis keine Stückchen, sondern nur noch eine cremige Masse übrig bleibt.

Tipp:Mit etwas mehr oder weniger Flüssigkeit kann man die Konsistenz variieren, je nachdem wofür man es verwenden will. Im Kühlschrank verliert es dann meist nochmal etwas Flüssigkeit und wird fester/cremiger.

Tipp:Anstatt von Mandelmilch kann auch einfach Wasser genommen werden.

 

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Wo können die Leser mehr über dich erfahren?

Weitere Inspirationen sowie pflanzenbasierte Rezepte findet ihr auf Instagram: @healthyhabit_seline und auf meinem Blog: healthy-habit.de

Auf meiner Seite kannst du auch ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch mit mir buchen, wenn du daran interessiert bist mit mir zusammen zu arbeiten. Egal, ob das eine Ernährungsumstellung ist, du abnehmen willst oder ob du Beratung zum Thema Detox und Begleitung beim Fasten wünschst.

 

Liebe Seline vielen Dank für dieses tolle Interview! Ein gesundes und erfülltes Leben zu haben will denke ich jeder! Und es waren großartige Tipps und Erkenntnisse dabei!

Ich hoffe auch Dir hat das Interview gefallen! Melde Dich bei Fragen und teile gerne Deine Erfahrungen mit uns!

Auf jeden Fall freue ich mich wirklich sehr, wenn Du mir davon erzählst! Her mit deinen Feedbacks! Ich bin für alles offen;)

Besuche mich gerne auf Instagram. Da teile ich regelmäßig noch mehr Rezepte und freue mich über einen Austausch!

Ganz liebe Grüße

Tatjana

 

 

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