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vollwertig vegan & zuckerfrei: Interview mit Justine von justinekeptcalmandwentvegan.com

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Ich freue mich riesig, denn heute stelle ich euch die liebe Justine von justinekeptcalmandwentvegan.com vor. Sie ist eine absolute Inspiration für mich nicht nur im Bereich vegane und zuckerfreie Ernährung. Auf ihrem Blog findest Du zahlreiche tolle, informative und wissensreiche Beiträge rund um die Themen Klimawandel, vegane Mode, Fair Fashion, Nachhaltigkeit, köstliche vegane, gesunde Rezepte & Persönlichkeitsentwicklung.

Ihre persönliche Mission ist es zu zeigen, dass ein Eco-Lifestyle alles andere als langweilig ist, gesundes Essen nichts mit Verzicht zu tun hat! Und da hat sie sooo recht!

Sie selber beschreibt sich als eine eine ziemlich lustige Person, die gerne über sich selbst lacht, Fair Fashionista, chaotische Köchin, Tee-Somelier, ungeduldige Kreative, Ramsch-Königin, Selleriesaft-Junkie, Hummus-Lover, Knoblauch-Addict, Kräuterhexe, Natur-Liebhaberin, glückliche Selbstständige und außerdem Mitgründerin vom Eco-Fashion Brand TOO COOL FOR CRUEL !

 

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Ich liebe Ihre Ausstrahlung! Freue Dich auf ein tolles Interview!

 

Erzähl uns doch mal kurz: Wer bist du? Was machstDu? Und wie ernährst du dich?

Ich bin Justine, wohne in Wien und schreibe auf meinem Blog „Justine kept calm and went vegan“ über Less Waste, vegane Ernährung, Fair Fashion, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und vieles mehr. Ich bin Pflanzenfresserin aus Leidenschaft und ernähre mich komplett pflanzenbasiert.

Hast du dich schon immer so ernährt? Wenn nicht, wie lange ernährst du dich auf diese Art und Weise?

Also vegan ernähre ich mich seit gut fünf Jahren. Vorher war ich lange Vegetarierin. Als ich vegan wurde, war meine Ernährung nicht sehr ausgewogen. Mittlerweile interessiere ich mich total für gesunde Ernährung, die Wirkungsweise von Kräutern und Gemüse und ernähre mich sehr „grün“. Ich liebe es, gesunde Alternativen für Pizza, Schoko-Shakes und Co zu kreieren.

Wenn ich zehn Menschen frage was für sie eine gesunde Lebensweise bedeutet, bekomme ich mit Sicherheit 10 unterschiedliche Meinungen. Was bedeutet eine vegane und gesunde Lebensweise/Ernährung für dich?

Oh ja, da hast du recht. „Gesund“ bedeutet für jeden etwas anderes. Für mich heißt es überwiegend frei von Gluten, Weizen und raffiniertem Zucker zu leben, frisch zu kochen, Bio-Lebensmittel zu verwenden, auch einen rohen Anteil an Kräutern und Gemüse in den Speiseplan zu integrieren, eine große Vielfalt an Lebensmitteln zu konsumieren (also nicht immer das gleiche zu essen), viel Wasser und Tees zu trinken. Dazu kommt viel Bewegung, Zeit an der frischen Luft verbringen, handyfreie Phasen einzubauen und vieles mehr. Das würde jetzt aber zu weit führen 😉 Außerdem finde ich es wichtig, einen groben Überblick über die Nährstoffe zu haben, die man braucht.

Was war der Grund für die Umstellung?

Also vegan wurde ich, nachdem ich den Film Earthlings gesehen habe. Das Interesse für einen gesunden Lebensstil kam nach und nach durch Artikel und Bücher. Ich kann die Bücher von Rüdiger Dahlke, Anthony Williams und Niko Rittenau empfehlen.

Was ist dir bei deiner Ernährung am wichtigsten?

Dass sie abwechslungsreich und lecker ist. Klar, Gesundheit steht an erster Stelle, aber es soll halt auch richtig gut schmecken, dann ist die Chance viel höher, dass man mit Freude dabei bleibt.

Welche Zuckeralternativen verwendest du am liebsten und warum?

Ich verwende am liebsten Datteln und Dattelzucker. Das sind getrocknete und gemahlene Datteln. Außerdem setze ich beim Backen auf Süße durch Apfelmus. Dass Milchsorten wie Reismilch oder Hafermilch eine natürliche Süße mitbringen, finde ich total praktisch. So muss man gar nicht mehr „nachsüßen“.

Besonders im stressigen Alltag können Heißhungerattaken es einem schwer machen. Wie gehst du mit Heißhungerattaken um? Was hilft dir? Hast du da ein Tipp?

Ich habe ehrlich gesagt so gut wie gar keine Heißhungerattacken mehr, deshalb kann ich da nicht wirklich einen Tipp geben. Das war aber nicht immer so, früher hatte ich oft Heißhungerattacken und hab dann einfach eine ganze Tafel (Oreo-Milka) Schoki verputzt. Das war bevor ich vegan wurde. Je mehr ich mich zuckerfrei ernährt habe, desto weniger Gelüste hatte ich. Mittlerweile habe ich nur noch selten richtig starke Gelüste. Wenn es etwas Süßes sein soll, dann kann man sich bspw. meinen gesunden Schoko-Shake machen. Pikanten Heißhunger könnte man mit Nüssen stillen. Aber wie gesagt, ich kann da nicht wirklich Tipps geben, weil ich das einfach sehr selten habe.

Gibt es jemanden, der dich auf deinem Weg inspiriert oder für dich im Bezug auf die Ernährung oder die gesunde Lebensweise eine Art Vorbild ist?

So viele Menschen! Personen auf Social Media, Autoren von spannenden Artikeln und Büchern. Zu viele um sie zu nennen und auch weniger eine spezielle Person. Also eine Art Vorbild hatte ich gar nicht. Ich hole mir einfach von ganz vielen Menschen spannenden Input.
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Was ratest du Leuten, wenn sie ihre Ernährung auf vollwertig, gesund, zuckerarm bzw. zuckerfrei und vegan umstellen wollen?

Alles Step by Step. Das kann man echt nicht über’s Knie brechen. Zumindest war es bei mir ein jahrelanger Prozess. Ich empfehle viel zu lesen und Dokus zu schauen und dann eins nach dem anderen umzustellen. Du kannst dir 30 Tage Challenges vornehmen. Beispielsweise kannst du dir 30 Tage lang Zeit nehmen, dein Frühstück durch eine gesunde Alterantive zu ersetzen. Rezepte suchen, ausprobieren, usw. Eine andere Idee wäre, bei Getränken 30 Tage lang nur zu Wasser, ungesüßten Tees oder Zitronenwasser zu greifen. Nimm dir vor, mindestens 2 Liter pro Tag zu schaffen. In den nächsten 30 Tagen nimmst du dir dann bspw. vor, komplett zuckerfrei zu leben. Du schaust, wie es dir damit geht und wie du es zukünftig handhabst, kannst du danach entscheiden. Gib deinen Geschmacksnerven ein bisschen Zeit, sich an eine gesunde Lebensweise zu gewöhnen. Sachen, die ich früher gerne gegessen habe, sind mit mittlerweile viel zu süß.

Wie ernährt sich deine Familie bzw. Freundeskreis?

Alex ernährt sich auch vegan und ziemlich gesund aber schon auch anders als ich. Er isst auch mal Seitan oder Weizenbrot. Er kocht gerne scharf (ich nicht so) und isst auch öfter mal Tofu. Abgesehen davon macht er kein Intervallfasten, frühstückt also ganz normal entweder Porridge oder Smoothie. Wenn wir gemeinsam essen, essen wir aber so gut wie immer das gleiche. Er liebt gesundes Essen, aber isst auch mal ein veganes Butter Crossaint. Einige meiner Freunde und Familienmitgleider ernähren sich vegan, aber nicht alle. So gesund wie ich ernähren sich wirklich nur wenige. Zwei meiner Freundinnen ernähren sich auch ultra gesund. Ansonsten ist es eher eine bunte Mischung. Manche achten auf eine ausgewogene Ernährung, manche gar nicht.

Gab es besonders am Anfang deiner Ernährungsumstellung viele Diskussionen und Unverständnis? Wenn ja : Was hat dich da stark gemacht trotzdem weiter zu machen?

Also meine Mama und Alex waren von Anfang an sehr aufgeschlossen und sind zur selben Zeit wie ich vegan geworden. Meine Großeltern fanden es anfangs nicht so toll, dass wir nun vegan leben, aber mit der Zeit haben sie sich daran gewöhnt und akzeptieren es nun total. Geholfen hat, dass ich es einfach durchgezogen habe, ohne Ausnahmen zu machen. Das hat ihnen irgendwie gezeigt, dass Diskussionen zwecklos sind und ich es ernst meine.
Diskussionen in Sachen Ernährung führe ich nun seit 5 Jahren. Mit Freunden, mit Bekannten, mit Fremden. Manchmal ist es ein schöner Austausch, manchmal einfach unangenehm. Man gewöhnt sich daran und ich versuche, so entspannt und sachlich wie möglich zu argumentieren. Ich finde: Je mehr Wissen man ansammelt, desto leichter tut man sich in Diskussionen.

Supplementierts du? Wenn ja, was?

Ja! B12, Eisen, Vitamin D, Vitamin K, Jod, Selen und dann nehme ich noch (unregelmäßig) ein paar Tinkturen, Pülverchen und Co. Ich bin Nahrungsergänzungsmitteln gegenüber total aufgeschlossen und finde es wichtig, regelmäßig die Blutwerte zu checken und zu supplementieren (wenn es nötig ist). Viele Leute machen sich aber erst wenn sie vegan oder vegetarisch werden Gedanken darüber (oder wenn andere das tun), obwohl man auch in einer Omni-Ernährung auf die Nährstoffe achten muss. Da sind die Leute fast so drauf, als würden sie denken, in Fleisch würde jeder existierende Nährstoff stecken, den man danach nicht mehr bekommt, was natürlich nicht so ist. Man kann locker alle Proteine, Vitamine usw. als VeganerIn zu sich nehmen – in allen Ernährungsformen muss man einfach nur genügend Wissen ansammeln und die Gewohnheiten auf eine gesunde Ernährungsweise anpassen.

Was ist aktuell dein absolutes Lieblingsgericht? Würdest du das Rezept mit uns teilen?

Es ist auf jeden Fall meine Kartoffelpizza. Sie ist sehr sehr lecker und schnell gemacht. Man braucht nur abgekochte, geschälte Kartoffeln, Kartoffelmehl und Salz. Gut vermengen und für 30 Minuten bei ca. 200 Grad ab in den Ofen. Dann nach Lust und Laune belegen und schmecken lassen!

Wo können die Leser mehr über dich erfahren?

Schaut gerne auf meinem Blog unter „About“ oder bei meinem „40 Fakten über mich“ Beitrag vorbei.
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Liebe Justine, vielen lieben Dank für dieses tolle Interview!

Ich hoffe auch Dir hat das Interview mit Justine gefallen! Melde Dich bei Fragen und teile gerne Deine Erfahrungen mit uns!

Auf jeden Fall freue ich mich wirklich sehr, wenn Du mir davon erzählst! Her mit deinen Feedbacks! Ich bin für alles offen;)

Besuche mich gerne auf Instagram. Da teile ich regelmäßig noch mehr Rezepte und freue mich über einen Austausch!

Ganz liebe Grüße

Tatjana

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